Alperia im Dialog

{ GRI 102-40, 102-42, 102-43, 102-44} }

Die Art und Weise, wie wir Arbeiten und die Entschei­dungen, die wir treffen, zeigen eine Identität: die einer Gruppe, die erheblich zum Wachstum des Territoriums, in dem sie tätig ist, beiträgt. Wir haben mehrere Instru­mente und Kanäle für den Dialog mit unseren Stakehol­dern eingerichtet: Aktionäre und Investoren, Kunden, Mitarbeiter, Ufer- und Standortgemeinden, Lieferanten, Forschungsinstitute und Interessengemeinschaften wie Umweltschutz-, Unternehmer- und Fischereiverbände, Gewerkschaften sowie Verbraucherschutzverbände. Wir tauschen uns mit diesen zu zahlreichen Themen aus – von Umweltplänen bis zur Innovation. Denn nur wenn wir Seite an Seite arbeiten, können wir eine intelligen­te und wirklich nachhaltige Zukunft schaffen.

Kunden

Alperia führte eine Umfrage durch, um die Kundenzufriedenheit und etwaige Verbesserungsbereiche zu erheben. Im Rahmen einer telefonischen Umfrage wurden 257 Personen befragt, und das Ergebnis war äußerst positiv: 87 % der Befragten gaben an, sie seien mit dem von Alperia erbrachten Dienst sehr zufrieden. 90 % erklärten, sie seien mit der Höflichkeit des Personals sehr zufrieden, 76 % würden Alperia Freunden und Verwandten weiterempfehlen. Nicht nur das: Rund 65 % der Kunden haben Alperia über den entsprechenden Dienst kontaktiert, 84 % waren mit den erhaltenen Antworten zufrieden, und 53 % der Befragten waren der Meinung, diese seien innerhalb einer angemessenen Frist geliefert worden. Die Kunden können zudem das Online-Portal aufrufen, um ihre Rechnungen einzusehen: 39 % der Befragten haben diese Möglichkeit genutzt, und 56 % davon sagten aus, sie seien zufrieden damit. Über 41 % haben die Website besucht und die Broschüren gelesen, der entsprechende Zufriedenheitsanteil ist sehr hoch. Fast 50 % der Befragten sind der Meinung, die Alperia-Rechnungen seien verständ­lich. 55 % geben an, die Angebote des Unternehmens entsprechen ihren persönlichen Bedürfnisse. Bisher wurden keine konkreten Schritte unternommen, wir erarbeiten jedoch gerade Verbesserungsprojekte in dieser Hinsicht.

Hinzu kommt, dass 903 Privatbürger und 148 Unternehmen an einer Umfrage zu Smart Cities teilgenommen haben. Diese führte Alperia durch, um festzustellen, wie die Angebote in diesem Bereich am besten ausgerichtet werden sollten. Dabei ergab sich, dass sich 36 % der Privatpersonen in den nächsten fünf Jahren ein E-Auto zulegen möchten. Die Bürger sind zudem mit der Internetverbindung zufrieden, an Gebäudetechnik interessiert und wünschen sich eine energieeffiziente­re Zukunft. Auch bei den Unternehmen steht das Interesse an der Verbreitung der Elektromobilität im Vordergrund. Dazu kommt das Interesse an Glasfaser und an der Digitalisierung von Tätigkeiten im Allgemeinen. Dieses ist ein wichtiger Indikator im Hinblick auf die Nachhaltigkeit, da er mit der Reduzierung des Papier­aufwands in Verbindung steht. Für die Unternehmen wäre es zudem wichtig, eine adaptive Beleuchtung zu haben und die Energieeffizienz ihrer Tätigkeiten zu verbessern.

Mitarbeiter

Alperia veranstaltete 2018 den zweiten Kommunikationstag, an dem über 850 Mitarbeiter teilnahmen. Beim Informationsevent stellte jeder Business-Unit-Direktor seine Vision zum Thema digitale Innovation vor und berichtete über die Ziele, die er im Bereich Nachhaltigkeit gemäß dem Nachhaltigkeitsprogramm 2017 – 2021 zu erreichen beabsichtigt.

Forschungsinstitute

Alperia investiert in Forschung und Innovation und nimmt hierfür die Zusammenarbeit von einigen der wichtigsten Forschungsinstituten im Alpenraum in An¬spruch, u. a. des Instituts Eurac Research, mit dem zusammen das Projekt LIFE4HeatRecovery durchgeführt wird. Dieses Projekt, an dem die Abteilung Enginee¬ring & Consulting von Alperia mitwirkt, hat die Entwicklung einer neuen Generation intelligenter Fernwärmenetze zum Ziel, in die wirksam eine hohe Zahl an Niedrigtemperaturquellen (10 bis 40 °C) integriert werden können, die im Stadtgebiet verfügbar sind.

Eigentümer und Investoren

Die Nachhaltigkeitsstrategie von Alperia wird von den Unternehmenseigentümern befürwortet und von den Anlegern unterstützt, denen die gesetzten und erreichten. Ziele präsentiert werden. Der Dialog erfolgt über verschiedene Kanäle: Gesellschafterversammlung, Bericht des Aufsichtsrats, regelmäßige Besprechungen mit den Eigentümern.

Interessengemeinschaften

Alperia steht mit zahlreichen Interessengemeinschaften im Dialog. 2018 unterzeichnete das Unternehmen wichtige Gewerkschaftsvereinbarungen zur weiteren Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Gleichbehandlung der Mitarbeiter (zum Beispiel wurden Vereinbarungen zur Abstimmung der Zulagen für Dienstreisen und Bereitschaftsdienst unterzeichnet). Alperia ist zudem Mitglied bei Organisationen und Verbänden, die sich mit Themen im Energie- und Innovationsbereich beschäftigen.

Vertreter der Standort- und Ufergemeinden

Die Vertreter der Standort- und Ufergemeinden sind wichtige Ansprechpartner für Alperia, das sich seit jeher für die Wahrung und den Schutz des Territoriums, in dem es tätig ist, einsetzt. Daher wurden 2018 4 „Tage der offenen Tür“ veranstaltet, anlässlich derer alle die Möglichkeit hatten, die Kraftwerke aus nächster Nähe zu sehen und mehr über deren Funktionsweise zu erfahren. Dabei handelte es sich um „Going-Green-Events“, deren Nachhaltigkeit zertifiziert wurde und die mehrere Zielgruppen einbezogen, um auch bei Kindern und Jugendlichen eine korrekte Umwelterziehung zu fördern. Die Tage fanden im Wasser­kraftwerk Laas, im Fernheizwerk Bozen, im Kraftwerk Barbian und im Wasserkraftwerk Lana statt.
Zudem wurden in den Gemeinden Sexten, Tirol und Klausen, in denen Alperia das Glasfasernetz ausbaut, Informationsabende veranstaltet, um den Bürgern die Vorteile der neuen Infrastruktur zu erläutern. Alperia leitete die Verlegung der Leitungen ein, was den Kunden, die einen entsprechenden Antrag stellen, die Möglichkeit gibt, bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Megabit pro Sekunde zu surfen. Wie im Rahmen der Abende erläutert wurde, nutzt Alperia für den Ausbau die bereits verfügbaren Leitungen des Strom- und Fernwärmenetzes, wodurch die Aushubarbeiten und entsprechenden Unannehmlichkeiten auf ein Mindestmaß reduziert werden.
Auch die Gemeinden nahmen an der Umfrage zur digitalen Innovation teil: Die Umfrage wurde von 35 Gemeinden (von insgesamt 116 Südtiroler Gemein­den) mit rund 1000 bis 1400 Bewohnern beantwortet. Aus den Antworten ging hervor, dass es für die Gemeinden äußerst wichtig ist, die Zahl der Ladesäulen für E-Autos innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erhöhen, eine adaptive öffentliche Beleuchtungstechnologie sowie Videoüberwachungssysteme im Kriminali­tätsmanagement einzusetzen und die öffentlichen Gebäude energieeffizienter zu gestalten (60 % der Südtiroler Gemeinden setzen entsprechende Maßnah­men bereits um). Weniger Interesse erwecken intelligente Ampeln oder integrierte Systeme für die Landwirtschaft.

Lieferanten 

Das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit ist bei Alperia eine Verpflichtung, die alle Bereiche umfasst. Deshalb beteiligen wir unsere Lieferanten an der Suche nach den nachhaltigsten Lösungen in verschiedenen Bereichen. Beispielhaft ist die Einführung von biologisch abbaubaren Trinkbechern im Unternehmen, welche die zuvor eingesetzten Kunststoffbecher ersetzen

Strategisches Ziel: Wir wollen Nachhaltigkeit strukturiert in unsere Unternehmensstrategie integrieren.

Operative ZieleUmgesetzte Maßnahmen im Jahr 2018Geplante Maßnahmen im Jahr 2018ZeitplanKPIZielwertStatusWert Jahr 2018

Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in den Strategieplan 2017-2021
Update der umgesetzten und geplanten Maßnahmen im Nachhaltigkeitsprogramm 2017-2021
  • Erste Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in den Strategieplan 2017-2021 im Rahmen der Updates 2018/2019
  • Volle Integration der Nachhaltigkeitsstrategie (Handlungsfelder mit Zielen und Maßnahmen) in den neuen Strategieplan 2019-2024
2020--ongoing-

Strategisches Ziel: Wir wollen unsere Nachhaltigkeitsrisiken identifizieren und aktiv steuern.

Operative ZieleUmgesetzte Maßnahmen im Jahr 2018Geplante Maßnahmen im Jahr 2018ZeitplanKPIZielwertStatusWert Jahr 2018

Implementierung einer strukturierten Risikoanalyse und -bewertung der Nachhaltigkeitsrisiken mit anschließender Überwachung und Kontrolle der Risiken im Rahmen des Nachhaltigkeitsund Risikomanagements
  • Projekt mit folgenden Zielen gestartet
  • Integration der Aspekte betreffend das Management der Corporate Social Responsibility in den betrieblichen Risikomanagementprozess, insbesondere hinsichtlich der Top ESG (Environmental, Social Governnace) Risiken für die Alperia Gruppe in den Bereichen Environment, Health & Safety („EHS“)
  • Festlegung des entsprechenden Reportingsystems an das Top-Management, das eine ständige Überwachung der wichtigsten Unternehmensrisiken fördern kann, auch durch die Identifizierung spezifischer Indikatoren.
Das Projekt fortsetzen
  • Bewertung der Nachhaltigkeitsrisiken: Analyse der HSE-Risiken für Alperia Greenpower
  • Analyse der Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette
  • Prozess zur regelmäßigen Überwachung und Meldung an das gruppenweite Risikomanagement aufsetzen
2019--ongoing-

Strategisches Ziel: Wir wollen durch proaktives Beschwerdemanagement Reputations- und Betriebsrisiken vorbeugen.

Operative ZieleUmgesetzte Maßnahmen im Jahr 2018Geplante Maßnahmen im Jahr 2018ZeitplanKPIZielwertStatusWert Jahr 2018

Einführung eines gruppenweiten einheitlichen Beschwerdemechanismus
Einführung einer Whistleblowing-PlattformEinführung eines gruppenweiten einheitlichen Beschwerdemechanismus (z.B. für Ufer und Standortgemeinden) mit klaren Prozessen und Verantwortlichkeiten2018-2021--ongoing-