Energieverbrauch

{ GRI 302-1 }

Der direkte Energieverbrauch von Alperia betrifft Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung in den Anlagen (Kraftwärmekopplung, Heizkraftwerke, Heizkessel) sowie primäre, nicht erneuerbare Energiequellen, die nicht direkt mit der Energieerzeugung in Verbindung stehen (z. B. Heizung, Transportkraftstoffe usw.) und die zur Durchführung der Tätigkeiten erforderlich sind. Der indirekte Energieverbrauch, also die Energie, welche die Gruppe erwirbt und verbraucht, bezieht sich auf die Niederlassungen und Produktionsanlagen der Gruppe. Der von den Produktionsanlagen verbrauchte Strom ist teilweise selbst produziert, und die  entsprechenden Werte fließen in den direkten Brennstoffverbrauch ein. Wo solche Verwendungszwecke die eigene Produktion überschreiten, wird der Strom von Dritten erworben und mit dem indirekten Energieverbrauch der Gruppe abgerechnet. 2018 lagen der direkte und indirekte Energieverbrauch der Gruppe, der sich auf die Gesellschaften, die Kundenbüros und die Sitze der Gruppe bezieht, bei rund 2,8 Mio. TJ. Der direkte Energieverbrauch wurde zu 29 % aus nicht erneuerbaren Energiequellen gedeckt (Strom, Öl und Erdgas). Die übrigen 71 % wurden auf der Grundlage der Energiewerte in TJ durch erneuerbare Energien gedeckt (Strom, Wärme, Palmöl und Hackschnitzel). Wie bereits in der Unternehmensphilosophie bekräftigt, achtet Alperia besonders auf die Förderung nachhaltiger und umweltschonender Prozesse und Tätigkeiten durch die Anwendung energieeffizienter und ressourcenschonender Kriterien und Technologien. Insbesondere wird Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt, sowohl in den Produktionsanlagen als auch in den Sitzen. Zwei von fünf Fernheizwerken sind mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Zudem fördert Alperia die Energieeffizienz von Gebäuden, Anlagen und des ganzen Systems. Hierzu wurde ein strukturiertes Reportingsystem auf Gruppenebene mit einem globalen Managementansatz entwickelt.Energieverbrauch

Alperia wurde zudem nach UNI 11352 zertifiziert, was die von den Gesellschaften, die Energiedienstleistungen im Industriebereich erbringen, erzielten Ergebnisse in puncto Energieeinsparung bestätigt. Außerdem wurde an den zwei Standorten in Bozen und in den Kraftwerken in Sexten, Kardaun, Brixen und Waidbruck ein Energie-Audit-Projekt eingeleitet. Es ergaben sich unter anderem folgende Empfehlungen: ein Überwachungssystem durch die Montage von Stromzählern bereitstellen, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 implementieren, Verluste mittels Aufwärtstransformatoren und etwaiger Wärmerückgewinnung reduzieren, den Ersatz von mit Heizöl befeuerten und elektrischen Kesseln erwägen. Nachdem die Energieeinsparungspotenziale identifiziert wurden, wird die Verpflichtung gemäß Gv.D. 102/2014 betreffend die Energiediagnose erfüllt, und die Diagnosedaten werden ENEA übermittelt.

Strategisches Ziel: Wir wollen unseren eigenen Energieverbrauch effizienter gestalten.

Operative ZieleUmgesetzte Maßnahmen im Jahr 2018Geplante Maßnahmen im Jahr 2018ZeitplanKPIZielwertStatusWert Jahr 2018

Änderung der Kälteanlagen von „open cycle“ zu „closed cycle“ in der Wasserkraftanlage Glurns
Datenerhebungssystem aufgebaut und eine Zusammenfassung der Daten im Nachhaltigkeitsbericht 2017 veröffentlicht.Implementierung eines regelmäßigen Energiemonitorings und-managements2018-2019--ongoing-

Reduzierung des Energieverbrauchs der Gebäude und Anlagen durch gezielte Energieeffizienzinitiativen
Durchführung eines Energieaudits und Ermittlung von Einsparungsmöglichkeiten in den Anlagen
  • Durchführung eines Energieaudits und Identifizierung von Einsparungsmöglichkeiten in den Anlagen
  • Aufbau eines Verbrauchsüber¬wachungssystems im Facility Management
  • Installation von Messgeräten an allen Punkten, an denen die Verbrauchsdaten erfasst werden
  • Start von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz an den Sitzen Zwölfmalgreien und Reschen sowie am Kraftwerk in Kardaun zusammen mit den BUs Produktion, Netze und dem Facility Management von Alperia AG.
2018-2021
Energieverbrauch (TJ)tbdongoing2.810