Emissionen

{ GRI 305-1, 305-2, 305-3, 305-4, 305-5, 305-7 }

Die Landesregierung in Bozen verabschiedete die Klimastrategie 2050, mit welcher Südtirol zu einem anerkannten „Klimaland“werden soll. Damit dies gelingt, ist es von grundlegender Bedeutung, den Stromverbrauch zu senken, die CO2-Emissionen zu verringern und den übrigen eigenen Energiebedarf durch Energie aus sauberen, sicheren und vorwiegend Südtiroler Quellen zu decken. Bekanntermaßen tragen die größtenteils auf die Industriebranche entfallenden CO2-Emissionen in beträchtlichem Maß zum Anstieg der Treibhausgase bei, die für den Klimawandel verantwortlich sind und auf internationaler Ebene dem Kyoto-Protokoll sowie der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNO) unterliegen. Zu den Treibhausgasen bzw. klimaverändernden Gasen zählen unter anderem Kohlendioxid (CO2) und Schwefelhexafluorid (SF6). In Europa beträgt der jährliche CO2-Ausstoß pro Kopf 9 t, in Südtirol nur 5 t. Dieser Wert soll gemäß den Vorgaben des Plans auf 1,5 t CO2 pro Kopf pro Jahr reduziert werden.

Alperia unterstützt den Klimaplan 2050

Alperia trägt dazu bei, die im Landesklimaplan festgelegten Ziele zu erreichen, indem es sowohl die eigenen Emissionen als auch die seiner Kunden dank der Beschaffung von umweltfreundlicher Energie, Wärme und umweltfreundlichen Dienstleistungen reduziert. Die Produktionsstätten, die Sitze und Verkaufsstellen werden regelmäßig mit einem entsprechenden Bericht überwacht, um die Erfüllung der Vorschriften sicherzustellen und in diesem Rahmen eine ständige Optimierung des Umweltschutzes zu erreichen, indem Verschmutzungsquellen beseitigt und jede potenzielle Verschwendung von Ressourcen und Materialien unterbunden wird.
Die Tätigkeiten der Gruppe erzeugen sowohl direkte Emissionen (bei der Produktion) als auch indirekte (über die Strombeschaffung bei Fremdunternehmen). In diesem Zusammenhang sind die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

  • Scope 1: alle direkten Treibhausgasemissionen, die durch Quellen der Gruppe erzeugt werden, d. h. die CO2-Emissionen, die durch Brennstoffe bei der Energieproduktion, und solche, die durch den eigenen Fahrzeugpark erzeugt werden;
  • Scope 2: die CO2e-Emissionen aus dem indirekten Verbrauch der Gruppe bzw. die durch den Erwerb von Strom von Fremdunternehmen erzeugten Emissionen, der in den Anlagen und den Niederlassungen verbraucht wird;
  • Scope 3: alle Emissionen, die – selbst wenn sie mit der Haupt- und Geschäftstätigkeit in Zusammenhang stehen – nicht direkt von der Gruppe kontrolliert werden. Momentan sind hier lediglich der Mietfuhrpark die Well-to-Tank-Emissionen zu berücksichtigen. Letztere stehen im Zusammenhang mit der Förderung, Raffinierung und dem Transport von Rohkraftstoffen (Palmöl oder Erdgas).

Nachdem eine regelmäßige Überwachung bezüglich der Treibhausgase implementiert und mögliche Maßnahmen zu deren Verringerung festgestellt wurden, planen wir ein Ziel zur Reduzierung auf Gruppenebene zu definieren. Die Zusammenfassung der erhobenen Daten wurde im Nachhaltigkeitsbericht 2017 veröffentlicht, und wir richteten ein internes Projektteam ein, um die Möglichkeiten zur Förderung der umweltfreundlichen Mobilität der Mitarbeiter zu bewerten. Zudem evaluieren wir die Nutzung von Biogas. Es muss darauf hingewiesen werden, dass Schadstoffe wie NOx und SOx das Klima, Ökosysteme, Lebensräume, die Landwirtschaft sowie die Gesundheit von Mensch und Tier beeinträchtigen und zu einer Verschlechterung der Luftqualität und zu einer Übersäuerung der Atmosphäre führen. Dabei handelt es sich um Emissionen aus Verbrennungsprozessen (die lediglich in einem Bruchteil der Geschäftstätigkeiten von Alperia auftreten). 2017 wurde die Erzeugung solcher Gase gruppenweit auf die folgenden Werte geschätzt: 129.125 t direkte und ndirekte CO2-Äquivalente. 

Direkte und indirekte CO2-Emissionen

2018 wurden insgesamt 09.432 t direkte und indirekte Emissionen von CO2-Äquivalenten verzeichnet, davon 8 t SOx und 44 t NOx. Die Änderung im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Zwischenfall zurückzuführen, der im Alperia-Biopower- Kraftwerk in Sardinien aufgetreten ist und einen niedrigeren Dieselverbrauch zur Folge hatte.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen CO2e in den vergangenen 3 Jahren

Außerdem wurde in einer weitergehenden Analyse der Gruppe festgestellt, dass keinerlei weitere Tätigkeiten vorliegen, die zum Ausstoß anderer klimaverändernder Gase führen. Unter Berücksichtigung des extrem hohen Anteils an erneuerbarer Energie, der von Alperia eingesetzt wird, ergibt sich eine Treibhausgasintensität von insgesamt 0,02 CO2 te/MWh.

0,02
Ausgestoßene Tonnen an CO2e pro MWh (Greenhouse Gas Intensity) im Jahr 2018

Vorkehrungen zur Emissionsreduzierung:
Wärmespeicher

Wir halten es für äußerst wichtig, die Emissionen mittels des Einsatzes umweltfreundlicher Technologien zu reduzieren. Dafür nahmen wir bereits in den vergangenen Jahren sowohl in Sexten als auch in Bozen Wärmespeicher in Betrieb. Der Wärmespeicher in Bozen besitzt ein  Fassungsvermögen von 5.800 m³. Er nutzt die aus der Müllverwertungsanlage in Bozen stammende Wärmeenergie, wodurch der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und die CO2-Emissionen in der Stadt gemäß dem CO2-Plan der Gemeinde reduziert werden. Durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen (Abfällen) wurden im Vergleich zum Jahr 2015 dank des Speichers 6.000 t CO2 gespart (2017 waren es 2.600 t), und Alperia vermied den Verbrauch einer fossilen Ressource, die eingesetzt worden wäre, um der Nachfrage gerecht zu werden. Die Endabnahme des Speichers fand 2018 statt. Im selben Jahr wurde das Fernwärmenetz in Meran und Bozen erweitert und zusätzliche Anschlüsse wurden vorgenommen, sodass immer mehr Nutzer von den Vorteilen dieses nachhaltigen Systems profitieren können. In Meran wird zudem eine Biomasseanlage gebaut, die 2018 projektiert worden war.

Green Mobility für die Mitarbeiter

Alperia setzt sich dafür ein, auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz ausgerichtete Verhaltensweisen auch bei seinen Mitarbeitern zu fördern. Dafür beschleunigten wir den Elektromobilitätsplan in Bezug auf unsere Fahrzeugflotte: Bis Ende 2020 werden wir 120 Elektro-/Hybridfahrzeuge haben, bis Ende 2021 werden es 170 sein. Damit haben wir bereits 2018 begonnen, indem wir unserer Fahrzeugflotte 51 Elektro- und 8 Hybridfahrzeuge hinzugefügt haben. Das ist aber noch nicht alles, denn zusätzlich zur Investition in die Infrastruktur führen wir ein Programm durch, das die Entwicklung der Green Mobility zwischen Wohn- und Arbeitsplatz bei unseren Mitarbeitern fördert. Wir haben beschlossen, den Mitarbeitern, diebereits ein Elektro- oder Hybridfahrzeug besitzen, die Möglichkeit zu geben, dieses kostenlos am Alperia-Standort in Bozen in der Zwölfmalgreiener Straße zu parken und (gegen Gebühr) die Ladestation zu nutzen. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe untersucht zudem die Sensibilität der Alperia Mitarbeiter in Bezug auf die nachhaltige Green Mobility, sodass mittels einer entsprechenden Umfrage festgestellt werden kann, wie die umweltfreundlichere Fortbewegung am besten gefördert werden kann.

Lärmverschmutzung

Alperia setzt sich nicht nur dafür ein, die auf seinen Tätigkeiten basierenden CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch den von seinen Anlagen erzeugten Umgebungslärm. Detaillierte Informationen zu diesen Themen sind in den EMAS-2017-Erklärungen von Alperia Greenpower, Alperia Vipower (EMAS 2018) und in den EMAS Erklärungen 2016 von Alperia Ecoplus einzusehen, die auf der Website www.alperiagroup.eu zur Verfügung stehen. Die gemessenen akustischen Werte der Fernheizwerke fallen unter die gemäß den geltenden Rechtsvorschriften vorgesehenen Grenzen.                

Strategisches Ziel: Wir wollen den Klimaplan 2050 des Landes Südtirols unterstützen und unsere Treibhausgasemissionen reduzieren. 

Operative ZieleUmgesetzte Maßnahmen im Jahr 2018Geplante Maßnahmen im Jahr 2018ZeitplanKPIZielwertStatusWert Jahr 2018

Implementierung eines Treibhausgasreportings auf Gruppenebene
  • Datenerhebungssystem aufgebaut und eine Zusammenfassung der Daten im Nachhaltigkeitsbericht 2017 veröffentlicht. 
  • Bildung eines internen Projektteams zur Bewertung der Möglichkeiten zur Förderung der ökologischen Mobilität der Mitarbeiter
  • Implementierung eines regelmäßigen Treibhausgasmonitorings und Identifikation von möglichen Maßnahmen zur Reduzierung (z.B. Evaluierung eines Anreizsystems zur Förderung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Mitarbeiter, E-Mobility, Energieeffizienzprojekte)
  • Festlegung eines gruppenweiten Emissionsreduktionsziels
  • die Möglichkeit der Nutzung von Biogas bewerten
2017-2021CO2 - Intensität (t CO2 eq/Mwh produzierte Energie (brutto))tbdongoing0,02

Reduktion der Emissionen in BU Wärme und Services durch die Anwendung umweltfreundlicher Technologien sowie Optimierungen
Planung einer Biomasseanalage in MeranBau einer Biomasseanalage in Meran und Reduzierungen von Emissionen durch den Umstieg von Gas auf Biomasse2017-2021Tonnen CO2eq-ongoing109.432

In drei Jahren fahren 50 % des eigenen elektrisierbaren (*) Fuhrparks emissionsfrei.
Der aktuelle Fuhrpark hat 51 Elektrofahrzeuge und 8 Hybrid-FahrzeugeBeschleunigung des E-Mobility Plans: es wird das Turnover des Fuhrparks beschleunigt um 120 Elektro-/Hybrid- Fahrzeuge bis Ende 2020 und 170 bis 2021 zu haben2017-2021Anzahl and E-Fahrzeuge im eigenen Fuhrpark120 Elektro-/Hybrid-Fahrzeuge bis Ende 2020 und 170 bis 2021ongoing59