Sustainability Governance

Alperia erstellte einen Nachhaltigkeitsprogramm 2017–2021, in dem die angestrebten Ziele in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsnachhaltigkeit, angegeben sind. 2018 legten wir unserenn ersten Nachhaltigkeitsbericht vor, der sich auf das Jahr 2017 bezog und von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt worden war. Für uns war das ein bedeutendes Ziel. Darüber hinaus erstellten wir ein Handbuch zur nicht finanziellen Berichterstattung. Um den Fortschritt der Projekte besser überwachen und die Maßnahmen wirkungsvoller durchführen zu können, richteten wir ein CSR Steering Commitee ein, in dem alle Abteilungsleiter sowie die Verantwortlichen der Business Units sitzen.

Im Bereich Kommunikation und Marketing koordiniert das CSR-Management gesellschaftsübergreifend für die ganze Gruppe alle Tätigkeiten in Bezug auf die CSR, erstellt das Nachhaltigkeitsprogramm und den Nachhaltigkeitsbericht, unterstützt die Bereiche und Business Units bei der Umsetzung der Projekte, berichtet den Governance Gremien, erlässt Empfehlungen in Bezug auf die umzusetzenden Maßnahmen, koordiniert die jährliche Prüfung der nicht finanziellen Berichterstattung und informiert den CSR-Lenkungsausschuss über die aktuellen Tätigkeiten. Der Ausschuss dient als Schnittstelle zwischen den Mitarbeitern der Gruppe und dem CSR-Management, informiert über aktuelle Tätigkeiten, macht im Betrieb auf Nachhaltigkeitsthemen aufmerksam, erfasst und bewertet die CSR-Performance, legt Verbesserungsvorschläge vor und überwacht die zu erreichenden Ziele und Maßnahmen im Einverständnis mit den Mitarbeitern der betroffenen Bereiche. Vorgesehen sind vier Besprechungen pro Jahr, die einmal pro Quartal stattfinden. Während dieser tauschen sich die Teilnehmer zu den umgesetzten Maßnahmen aus und überwachen den Fortschritt des Nachhaltigkeitsprogramms 2017–2021. Zum CSR-Steering Committee gehören das CSR-Management und die Abteilungsleiter oder Mitarbeiter der Bereiche Human Resources, HSE, Procurement, Enterprise Risk, Corporate Strategy, Engineering, Controlling, Buchhaltung, IT, Kommunikation, Marketing, Produktion, Verkauf und Trading, Netze, Wärme und Dienstleistungen und Smart Region. 2018 trat es zweimal zusammen.

Die Governance Struktur des Nachhaltigkeitsmanagements auf Gruppenebene mit der Definition der Organe, der Aufgaben- und Verantwortungsbereiche wurde von der Direktion genehmigt. Im Lauf des Jahres 2018 wurde zudem ein Nachhaltigkeitsziel in die Evaluation der Prämie der Gruppe aufgenommen und es wurde begonnen, ein KPI-Dashboard für das Topmanagement zu erstellen. Mit dem Ziel, das Engagement zugunsten der Nachhaltigkeit zunehmend zu verstärken, werden wir 2019 mit HSE eine Sustainability Policy für die Gruppe festlegen und die CSR Management Procedure implementieren, um die Governance Struktur formal festzulegen.

Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutzund Umweltschutzrichtlinien

Wir engagieren uns dafür, die Sicherheit, die Umweltnachhaltigkeit, die Qualität und die Effizienz unseres Wirkens zu verbessern. Daher haben wir an den einzelnen Standorten der Gruppe die HSE-Politik von Alperia ausgehängt, die Folgendes vorsieht:

  • den Anforderungen der Kunden aufmerksam, zuvorkommend und freundlich gerecht werden;
  • Umweltverschmutzung vermeiden und die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter sowie Lieferanten durch die Umsetzung entsprechender technischer und organisatorischer Maßnahmen garantieren;
  • bereits in der Planungsphase potenzielle Umweltbeeinträchtigungen vermeiden, indem strenge technische Sicherheitsrichtlinien aufgestellt werden;
  • rechtliche Beschränkungen als Ausgangspunkte und Mindestanforderungen berücksichtigen und eng und harmonisch mit den örtlichen Gemeinschaften zusammenarbeiten;
  • innovative Technologien fördern und gleichzeitig Schadstoffemissionen bei der Energieerzeugung minimieren sowie die Anlagensicherheit erhöhen;
  • die ständige Weiterbildung und die Entwicklung der Mitarbeiter fördern und sie in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Qualität stärker sensibilisieren;
  • externe Aufträge nur an Unternehmen und andere qualifizierte Personen vergeben, wenn diese bereit sind, sich in höchstem Maß für die Einhaltung der Umweltschutz- und Sicherheitsbestimmungen zu engagieren;
  • auf der Grundlage des Unternehmens-Ethikkodex vorgehen;
  • garantieren, dass die Daten- und Informationsverarbeitung, die Informationsmanagementprozesse, das Management physischer, logischer und organisatorischer Instrumente zur Informationsverarbeitung gemäß den Sicherheitsanforderungen, der Verfügbarkeit, Integrität und unter voller Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen erfolgen;
  • ein integriertes Qualitäts-, Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsmanagementsystem, ein Organisationsmodell gemäß Gv.D. Nr. 231/2001 und gesetzlich vorgesehene Instrumente zur Korruptionsbekämpfung und Förderung der Transparenz anwenden und verbessern;
  • die Risiken von Fehlern und unsachgemäßem Verhalten im Wirtschafts-/Finanzmanagement, in der Anwendung der Gesetze, im Umweltschutz, in der Arbeitssicherheit, in der Transparenz und im Datenschutz begrenzen.

csqVon der Unternehmensgruppe erlangte Zertifizierungen

  • OHSAS 18001 OHSAS 18001 für Arbeitssicherheit
  • ISO 9001 für das Qualitätsmanagement
  • ISO 14001 für das Umweltmanagement
  • ISO 27001 für die Datensicherheit und den Datenschutz
  • UNI CEI 11352 für Energy Services Companies (ESCOs), d. h. Gesellschaften, die Maßnahmen durchführen, um die Energieeffizienz ihrer Kunden zu verbessern, mit der direkten Übernahme von Risiken und der Erfolgsgarantie der Initiative.

Eine Auswahl unserer externen Initiativen

Südtiroler Energietisch: Alperia nimmt regelmäßig am Energietisch teil, der vom Landesrat für Energie einberufen wird. Der Tisch vereint Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Interessengemeinschaften des Energiesektors, mit dem Ziel, gemeinsam und optimal die allgemeinen Leitlinien für die Energieproduktion und Energieverteilung auf Landesebene zu definieren.

KlimaFactory: Die Alperia-Geschäftskunden haben die Möglichkeit, ein Energy-Audit anzufordern, dank dessen sie am KlimaFactory-Programm teilnehmen können, eine Initiative der KlimaHaus-Agentur zur Verbesserung der Energieeffizienz in Unternehmen. Nach absolviertem Audit erhält das Unternehmen das Logo und die Teilnahmebestätigung am Programm.

MOTUS-E: Dabei handelt es sich um einen Interessenverband, der diejenigen repräsentiert, die am Erfolg der Elektromobilität interessiert sind. Ihre Aufgabe ist es, Normen zu erstellen, Networking-Tätigkeiten durchzuführen und Best Practices zu definieren, um das Thema in Italien auch zur Unterstützung der Regierungspolitik voranzutreiben. Alperia-Generaldirektor Johann Wohlfarter sitzt im Direktivrat.

IEA DHC: Alperia ist Mitglied bei IEA Implementing Agreement on District Heating & Cooling including the integration of CHP, einem internationalen Netzwerk, das auf die Forschung und Entwicklung von Fernwärme- und Kühlungssystemen mit niedriger Umweltbelastung spezialisiert ist. Am Programm beteiligt ist die Internationale Energieagentur (engl. International Energy Agency, IEA), eine autonome Agentur, die 1974 gegründet wurde und an der mittlerweile 28 Industrienationen mitwirken.

Alperia in Verbänden und Vereinigungen 

Utilitalia

utitaliaMit seinem Vize Generaldirektor Paolo Acuti ist Alperia nun im Vollzugsausschuss und im Direktivrat Energie von Utilitalia vertreten, dem italienischen Verband der Energie-, Wasser- und Umweltunternehmen. Alperia ist zudem Mitglied der Kommunikationskommission des Verbands sowie der Arbeitsgruppe, die sich mit „unternehmeri- Arbeitsgemeinscher Sozialverantwortung und Nachhaltigkeit“ beschäftigt. Der Verband zählt insgesamt mehr als 500 Mitglieder, die in den Bereichen Wasser, Umwelt, Strom und Gas tätig sind. Alperia und seine assoziierten Unternehmen unterzeichneten den „Pakt für die Entwicklung des Landes“, ein Programm für die nächsten drei Jahre, an dem Staat, territoriale Einrichtungen, lokale Gemeinschaften, Unternehmen und Bürger mitwirken, das sich auf 4 Säulen stützt: das Übergangsmanagement von Energie und Umwelt zur Green Enconomy, die Entwicklung eines effizienten Infrastruktursystems, die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltnachhaltigkeit sowie die Aufwertung der Einzugsgebiete und Gemeinschaften.

AGAW (Arbeitsgemeinschaft Alpine Wasserkraft)

agawDie Tätigkeiten der AGAW sind darauf ausgerichtet, die Nutzung von Wasserkraft gemäß höchsten technischen und ökologischen Standards zu fördern. Abgesehen von konkreten Projekten im Bereich Wasserkraft setzt sich die Arbeitsgemeinscher Abschlussarschaft das Ziel, das kollektive Bewusstsein in Bezug auf den unverzichtbaren Beitrag der Wasserkraft zu steigern, die als saubere Energiequelle grundlegend ist, um die europäischen Klimaziele zu erreichen.

Comitato Nazionale Italiano per le Grandi Dighe (ITCOLD)

itcoldTCOLD ist das nationale italienische Komitee von ICOLD (International Commission On Large Dams) und setzt sich mit den internationalen Partnern dafür ein, dass Dämme sicher, effizient, wirtschaftlich vorteilhaft und möglichst ohne schädliche Einflüsse auf die Umwelt gebaut werden. Außer Alperia gehören zum Komitee ITCOLD einige der wichtigsten Konzessionäre Italiens wie A2A, Edipower, Edison und Enel.

Euroheat

euroheatAlperia ist Mitglied bei Euroheat & Power, einem internationalen Verband, der die Sektoren Fernwärme und Fernkühlung in Europa vertritt. Durch die Vernetzung von Wirt- schaftsteilnehmern der Branche, politischen Entscheidungsträgern und der akademischen Welt fördert Euroheat das nachhaltige Heizen und Kühlen.

Assoesco

assoescoDabei handelt es sich um den italienischen Verband der Energiedienstleistungsunternehmen, bei dem Alperia Bartucci Mitglied ist, das Alperia-Unternehmen, das auf Energieeffizienz spezialisiert ist. Alperia Bartucci ist zudem Mitglied bei Assolombarda, führte Projekte in Zusammenarbeit mit der Sparkasse durch und wirkte an Projekten für Abschlussarschaft beiten am Politecnico Mailand, am Politecnico Turin, der Universität Padua, der polytechnischen Universität der Marken und der Universität Verona mit.

Menschenrechte

Die Achtung der Menschenrechte ist für Alperia von grundlegender Bedeutung. Wir setzen ein Wertesystem um, das auf Transparenz, Achtung der Würde und Gleichberechtigung sowie der Freiheit des Einzelnen basiert. Dieses Engagement setzen wir sowohl intern als auch nach außen um, da wir uns bei der Auswahl der Lieferanten kohärent verhalten und in die Kaufverträge und allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Gruppenebene eine verbindliche Klausel zur Achtung der Menschenrechte einfügen. Wir haben die folgenden Menschenrechte als Säulen der in diesem Bericht beschriebenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen identifiziert und mit den wesentlichen Themen gemäß dem Nachhaltigkeitsprogramm 2017–2021 verknüpft:

salute e sicurezzaGesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

das Recht auf einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz und das Recht auf körperliches und geistiges Wohlbefinden

Wir überwachen und warten die Standorte und Anlagen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen sodass eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung gewährleistet wird. Um das körperliche und geistige Wohlbefinden seiner Mitarbeiter zu garantieren, deren Zufriedenheit im Rahmen regelmäßiger Umfragen geprüft wird, setzt Alperia verschiedene Maßnahmen um wie: die kostenlose Verteilung von Äpfeln an allen Betriebsstandorten, die Erstellung von Angeboten in Verbindung mit dem Bereich Gesundheit im Welfare-Paket, die Einführung von Trinkwasserspendern im Betrieb und die Einrichtung von Fitness- und Ruhebereichen am neuen Standort in Meran, der sich gegenwärtig in der Planungsphase befindet, sowie den Abschluss einer zusätzlichen Gesundheitsversicherung für die Mitarbeiter.

diversità e pari opportunitàVielfalt und Gleichberechtigung

Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit, Recht auf Nichtdiskriminierung, Recht auf Familienleben, Recht auf eine gerechte und zufriedenstellende Entlohnung

Jeder Alperia Mitarbeiter hat das Recht, sich zu informieren und seine Meinung frei zu äußern, ohne dass er dafür aus irgendeinem Grund diskriminiert wird (z. B. wegen seiner Abstammung, seiner politischen oder religiösen Meinung). Wir setzen Vereinbarkeits- und Flexibilitätsmaßnahmen um, die den Mitarbeitern erlauben, ihre beruflichen Verpflichtungen verantwortungsvoll und gewissenhaft zu erfüllen. Dabei werden berufliches Wachstum und Lohnerhöhungen auf der Grundlage von Verdienst und Kompetenz garantiert.

sviluppo dei dipendentiMitarbeiterentwicklung

Recht auf Unterhaltung und Freizeit, Recht auf Privatsphäre, Recht auf freie Meinungsäußerung, Recht auf friedliche Versammlungen, Recht auf soziale Absicherung

Alperia bietet seinen Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten und gewährleistet die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Teilzeitarbeit zu beantragen, und in einigen Fällen können sie von der Telearbeit profitieren. 2018 wurden weitere Formen der flexiblen Arbeitszeit für Eltern eingeführt, und 2019 werden die Zuschüsse für die Kleinkinderbetreuung auf eine größere Zahl an Mitarbeitern erweitert. Um das Recht auf Unterhaltung und Freizeit zu garantieren, unterstützen wir den Freizeitverein der Mitarbeiter, organisierten Aktivitäten. Dieser trägt dazu bei, ein Vertrauensverhältnis zwischen den Personen aufzubauen, das auf gegenseitigem Respekt basiert. Alperia gewährleistet das Recht auf Privatsphäre und soziale Absicherung und wahrt die Geheimhaltung der in seinem Besitz befindlichen Daten und Informationen.